Schulden machen ist Zukunftsraub an unsere Jugend!

 

Wenn man so von aussen hinschaut, erscheint alles wohlgeordnet: Die Gemeinde Gutenstein hat ihren Bürgermeister Seper mit der absoluten Mehrheit (also de facto unkontrolliert), die Straßenlaternen leuchten, die Mülleimer werden ausgeleert und für die Senioren wird ein „Betreutes Wohnen“ gebaut, das keiner will und braucht. Man kann sagen ein kommunaler Alltag aus Bürgersicht in Gutenstein.

Die kommunalpolitische Innensicht ist indes eine andere, denn die Leistungen müssen auch finanziert werden. So hat uns das Amstgebäude 2012 50.995,- Euro gekostet, der gesamte Gemeinderat 115.257,- Für den Kindergarten wurden 2012 Einnahmen von 32.948,- und Ausgaben von 99.007,- (als Rückzahlung) verbucht, das Freibad hatte Einnahmen von 2.439,- und Ausgaben von 16.772,- Der NÖKK – Sprengelbeitrag belief sich auf 243.896,- beim Kanal standen Einnahmen von 197.695,- Ausgaben von 156.143,- gegenüber, an Bedarfszuweisung haben wir vom Land NÖ 218.600,- bekommen. Sämtliche kommunalen Leistungen müssen finanziert werden und und das Geld dafür natürlich irgendwo herkommen. Gutenstein gibt derzeit jedenfalls schon mehr Geld aus, als es einnimmt!

Da in der Marktgemeinde Gutenstein weiterhin die Straßenlaternen leuchten sollen, der Müll abgeholt und auch die Kindergarten und die Volkschule weiter geöffnet bleiben sollen, müssen wir endlich mal einen Zettel und einen Bleistift zur Hand nehmen und rechnen. Wer das tut, erkennt, dass Sparen angesagt ist. Anstatt sich neue langzeit wirksame Ausgaben aufzubürden, sollte eher die Art und Weise der Aufgabenwahrnehmung bei den Pflichtaufgaben (z.B. Wetterstation) hinterfragt werden.
Nur die Konsolidierung des Haushalts und nachhaltiger Schuldenabbau mit Transparenz (wobei sämtliche Ausgaben offenzulegen sind) schaffen den notwendigen Handlugsspielraum für zukünftige Aufgaben. Zum konsequenten Sparwillen gehört auch, sich nicht von einer einmaligen Förderung in die Ausgabenfalle locken zu lassen, für die die Gemeinde noch lange zahlt. Denn Schulden machen ist Zukunftsraub an unsere Jugend.
Das „Betreute Wohnen“ würde uns im Jahr ca. 40.000,- Euro zusätzliche Personalkosten bescheren. Die Aussage von Hr. Bürgermeister Seper lautet, dass unsere Betriebe mehr Umsatz machen würden. Ein Vergleich mit der Gemeinde Krumbach zeigt, dass dieser Umsatzzuwachs praktisch nicht nachweisbar ist – das Argument ist daher fadenscheinig.
Ich bin sicher, dass es andere, effizientere und effektivere Wege gibt, um die Gutensteiner Unternehmer zu stärken.
Wir sind uns wohl einig, dass wir für ein solches Projekt nicht riskieren wollen Schulden zu machen, später Aufgaben reduzieren und/oder die Einnahmen (Gebühren) stark erhöhen zu müssen. So sehe ich die Zukunft nicht!

Ich zitiere unseren Hr. Landeshauptmann Pröll laut Kurier vom 06.12.2014:
Da gibt es zwei alte Grundsätze, die ich von meinen Eltern auf den Weg mitbekommen habe. Der eine heißt „Leben und leben lassen“ und der zweite heißt, „ein Lump ist der, der mehr gibt, als er hat“.

Schönen Sonntag wünscht

Michael Kreuzer

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