Die Gemeinderatswahl wirft ihre Schatten voraus

Im Jänner 2020 wird ein neuer Gemeinderat gewählt. Schon jetzt bemühen sich die Parteien um Kandidaten, die sich dieser Wahl stellen wollen. Das ist gut gelebte demokratische Tradition.
Die Entscheidung, für den Gemeinderat zu kandidieren, sollte dennoch gut überlegt sein und nicht aus einer Laune heraus passieren. Gemeinderätin oder Gemeinderat zu sein ist eine lohnende, erfüllende Aufgabe. Die Möglichkeit sein Umfeld mitgestalten zu können macht Freude. Denn anders als in der „großen“ Landes- oder Bundespolitik sprechen wir hier von unserer engsten Umgebung. Entscheidungen, die im Gemeinderat gefällt werden, haben Folgen, die uns täglich und sehr unmittelbar betreffen.
Dazu ist es notwendig ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Bevölkerung zu haben. Die Wünsche und Erwartungen der Menschen sind ernst zu nehmen. Dem gerecht zu werden ist eine große Herausforderung, zumal eine Gemeinderatsperiode üblicherweise 5 Jahre dauert, dieses Amt also nicht nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden sollte. Von GemeinderätInnen wird nicht nur erwartet, dass sie zu den Sitzungen erscheinen, sondern dass sie wirklich für Gutenstein arbeiten. Oft auch in ihrer Freizeit. Ehrenamtlich! Ob bei der Ortsbildgestaltung, beim Schwimmbad, den Raimundspielen …. die Liste lässt sich lange fortsetzten. GemeinderätInnen haben durchaus Vorbildwirkung. Es wäre wünschenswert wenn sie beispielsweise im Ort ihre Einkäufe tätigen und an gesellschaftlichen Ereignissen und Brauchtumsveranstaltungen teilehmen.

Sie merken schon, dass es mehr braucht als ein schnelles „ja, mach ich“ um dieses Amt ernsthaft auszufüllen. Da müssen schon dann und wann persönliche Eitelkeiten zurückgestellt werden. Um es ganz klar zu sagen: Gutenstein braucht niemanden, der sich zunächst bereit erklärt, sich in den Gemeinderat wählen zu lassen und dann weder an Sitzungen teilnimmt, noch andere Aufgaben übernimmt! Dafür gehen die Menschen nicht zur Wahl. Die Wähler müssen sich darauf verlassen können, dass die zur Wahl stehenden Kandidaten auch wirklich für unsere Gemeinde arbeiten wollen! Es geht nicht darum an der eigenen Karriere zu basteln. Häufig sind weitreichende Entscheidungen zu treffen deren Auswirkungen oft erst in der Zukunft zum Tragen kommen. Entscheidungen, die unser Leben beeinflussen und Perspektiven eröffnen oder eben nicht.
Beginnend beim Kindergarten bis zum Pflegeheim geht es immer um Menschen. Um Menschen die es verdienen, respektvoll behandelt zu werden, denen auf Augenhöhe zu begegnen ist.

Nun aber die gute Nachricht: es kommt viel positive Resonanz zurück! Es ist schön, jemandem helfen zu können! Projekte zum Wohle aller erfolgreich umzusetzen. Es wird generationsübergreifend gearbeitet, was mit sich bringt, dass viele neue Kontakte geknüpft werden, die es sonst nicht gäbe! Die Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten für einen Ort und seine Bewohner die man großteils kennt. Interessante Begegnungen, Einblicke in sehr persönliche Belange von Bürgern, die durchaus Fingerspitzengefühl verlangen.
Es ist ein faszinierendes Biotop das sich durch unser Zusammenleben und die unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse einzelner ergibt. Es gilt, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Es ist nicht einfach, diesen Spagat zu schaffen, aber glauben Sie mir: es lohnt sich!

Michael Kreuzer

Gut informiert durch „Gut für Gutenstein“

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